Ausstattung

Institute

Das Department Architektur der Braunschweiger TU verfolgt ein Ausbildungsziel, das ein weit gespanntes Wissen voraussetzt. Wie in der Vergangenheit werden Architekten/innen auch zukünftig Projekte vom Entwurf bis zur Realisierung entwickeln. Die Ausbildung von Architekten/innen erfordert deswegen eine breit angelegte Grundqualifikation, von technischem Wissen bis zur ästhetischen Urteilskraft. Jede Bauaufgabe verlangt problemorientiertes Analysieren, innovatorisches Experimentieren und gestalterische Entscheidungssicherheit. Erfinderisches Denken und Handeln stützt sich auf Kenntnisse aus Geschichte und Theorie, braucht selbstkritische Kontrolle anhand gesellschaftlicher Kriterien, ist abhängig von naturwissenschaftlichen, technischen und künstlerischen Anregungen. Obgleich sich Aufgaben, Wertvorstellungen und Arbeitsmethoden fortlaufend ändern, bleibt der Architekt/die Architektin prinzipiell Generalist. Im Zentrum der Braunschweiger Ausbildung steht das künstlerische, entwurfsbezogene Training. Das Entwerfen als Lösungsprozess komplexer Probleme meint dabei mehr als nur räumliches Gestalten. Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen begleitet die Ausbildung. Das Training im Entwerfen beginnt im Grundstudium und bildet die verbindende Basis der Wissensvermittlung in den verschiedenen Fachgebieten, die sich nach inhaltlichen Verwandtschaften in fünf Kompetenzbereiche gliedern:

A historische und kulturelle Kenntnisse
B Darstellen und Gestalten
C Konstruieren und Bauen
D Entwerfen und Planen: Stadt und Landschaft
E Entwerfen und Planen: Gebäude

Diese fünf Kompetenzbereiche werden durch 15 Institute und 16 Professorinn/en vertreten. Die Vielfalt der Institute ermöglicht in Lehre und Forschung ein breites Spektrum an Arbeitsfeldern. Eine große Bandbreite von Entwurfsinstituten (Entwerfen und Baugestaltung, Entwerfen und Gebäudelehre, Entwerfen und Raumkomposition) im Bereich des Hochbaus arbeitet an der Fakultät mit vielfältigen Themen. Weitergehende Fragestellungen werden in den kultur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern, den künstlerischen-experimentellen Fächern, sowie dem Städtebau und der Landschaftsarchitektur bearbeitet. Während im Bachelorstudium mit den vorgegebenen Pflichtfächern die notwendige Basis geschaffen wird, werden im Masterstudium persönliche Schwerpunkte gesetzt. Vorgegeben wird lediglich ein Rahmen. Dieser soll gewährleisten, dass die Absolventen/innen gut auf den Beruf des Architekten/der Architektin vorbereitet sind. Die Wahrnehmung von Angeboten aus anderen Fachbereichen der Universität wird befürwortet, wie z.B. aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, um interdisziplinäres Arbeiten und Teamfähigkeit zu fördern.


Zeichensäle

Eine Besonderheit des Braunschweiger Architekturstudiums sind die Zeichensäle. Auf 20 Arbeitssäle sind über 300 studentische Arbeitsplätze verteilt, die ganz wesentlich die Qualität des Braunschweiger Architekturstudiums mitbestimmen. Die Stärke der Zeichensäle liegt in der gegenseitigen Hilfe und Korrektur der Studierenden bei Entwürfen und Übungen, aber auch im gemeinschaftlichen Miteinander in arbeitsreichen Phasen, in den Nächten und an den Wochenenden. Im Idealfall entfaltet sich hier eine kreative Atmosphäre, geprägt durch gegenseitige Hilfe und konstruktive Kritik. Die Anregung und der Austausch von Ideen mit den Kommilitonen ist eine der besten Erfahrungen im Studium und ergänzt die Lehre von Professoren und Mitarbeitern. Zur Arbeitsplatzausstattung gehört neben Tisch, Stuhl und Rollcontainer ein Anschluss für den eigenen Computer an das Hochschulnetzwerk. Die Vergabe von den begrenzt vorhandenen Arbeitsplätzen wird durch die gemeinschaftliche Selbstverwaltung der Studierenden zu Anfang eines jeden Semesters geregelt. In der Regel besitzt jeder Saal eine Teeküche mit Sofaecke wo die Möglichkeit zu einer schöpferischen und erholsamen Arbeitspause besteht. Die Wege auf dem Campus sind kurz – Zeichensäle, Institute, Bibliothek und Mensa liegen nah beieinander.


Veranstaltungen

Der Architekturpavillon, bietet eine repräsentative Plattform für Ausstellungen und Veranstaltungen. Wegen seiner tranzluzenten Fassade aus Industrieglas auch liebevoll Gurkenglass genannt, bietet er Raum für Ausstellungen, Symposien und andere Arten von Events. Hier werden die Abschlussarbeiten (Bachelor/Master) präsentiert und ausgestellt, es finden Podiumsdiskussionen statt, werden Studienarbeiten und Sonderausstellungen gezeigt, Bars installiert. Es ist der zentrale Ort des gesellschaftlichen Lebens innerhalb des Departments und eine öffentliche Plattform. Der Pavillon ist ein Entwurf unseres ehemaligen Professors Meinhard von Gerkan. Es ist ein Quader über quadratischem Grundriss mit zentralem Luftraum und einer umlaufenden Galerie. Er befindet sich im Hof des Altgebäudes der Universität.
Adresse: Pockelstrasse 4 im Innenhof des Altgebäudes
Verantwortlich: Geschäftsstelle der Fakultät


Computerpools

Den Studierenden des Departments Architektur stehen verschiedene Computerpools des Gauß-IT-Zentrums und in den Instituten zur Verfügung. In diesen institutseigenen Räumen finden unter anderem Übungen zu bestimmten Kursen statt. Nach Absprache können Studierende dort auch individuell arbeiten. Die Softwareausstattung reicht von Bildbearbeitung und Zeichnen über Modelling zu Animation und Videoschnitt. An einigen Instituten wird ein Scan- und Plotservice angeboten. Angebote: 2d-Software, 3d-Software, 4d-Software, Scanservice, Plotservice, Lasercutter, 3d-Drucker


Medienlabore

Der Einsatz neuer Medien spielt in der Architektur eine wichtige Rolle. Von Anfang an lernen die Studierenden analoge Techniken und das Arbeiten mit digitalen Medien. Im virtuellen und im realen Kontext gibt es eine große Vielfalt an Darstellungsmöglichkeiten. Am Rechner konstruierte Modelle können als Zeichnungen ausgedruckt, animiert und zum Film geschnitten oder als reale Modelle plastisch gedruckt werden. Zweidimensionale Zeichnungen können animiert oder interaktiv gestaltet, geplottet oder aus Plattenmaterial geschnitten werden. Gerade durch die Mischformen verschiedener Techniken, sind der Darstellung kaum Grenzen gesetzt.

Angebote:
3D-Modelling
Videoschnitt
CNC-Fräse
3D-Printer
3D-Gipsdrucker
2D-laser cutter


Werkstätten

Die zentrale Modellbauwerkstatt des Departments steht mit einem breiten Angebot allen Architekturstudierenden zur Verfügung. Studentische Hilfskräfte mit einer handwerklichen Ausbildung bieten Hilfestellung.
Ausführliche Darstellung der Angebote der Modellbauwerkstatt.

Ausserdem sind die meisten Zeichensäle mit kleinen Modellbauwerkstätten ausgestattet, die auf Anfrage genutzt werden können.
Weitere Werkstätten befinden sich in Rämlichkeiten der Institute, die die Nutzung in ihr Lehrangebot integrieren. Studierende, die zuvor an einem Kurs teilgenommen haben, können dort arbeiten.

Angebote:
Siebdruckwerkstatt
Tiefdruckwerkstatt
Bronzegusswerkstatt
Fotolabor