cloud club

Die Architekturfakultät der TU Braunschweig bringt seit Jahrzehnten hervorragende Absolventen hervor, die die Architekturproduktion und -diskussion national und international prägend mitgestalten. Ziel des im Februar 2005 gegründeten cloud clubs ist es, das weltweite Netzwerk ehemaliger Architekturstudenten der TU Braunschweig zusammenzuführen und die Kontakte zwischen gegenwärtigen und ehemaligen Mitgliedern der Architektur-Fakultät zu aktivieren.

Vorrangiger Vereinszweck ist die ideelle und finanzielle Förderung von Lehre, Forschung und Künstlerischen Aktivitäten der Architektur-Fakultät. Der cloud club unterstützt und organisiert Ausstellungen, kulturelle Feste und Veröffentlichungen. Darüber hinaus sollen gezielt herausragende Leistungen innerhalb der Lehre und der Mitglieder durch Preise und Stipendien gefördert werden.

Der cloud club will mehr sein als eine reine Alumi-Vereinigung. Er ist grundsätzlich offen für die Mitgliedschaft von allen architekturinteressierten Personen sowie Freunden und Förderern der Technischen Universität Carolo Wilhelmina zu Braunschweig.


Welt

Das weltweite Netzwerk unter Studenten aus Braunschweig ist hochentwickelt. Auch nach dem Studium finden viele eine Arbeit im Ausland. Von China über Tansania bis Brasilien und Nordamerika reicht der Wirkungsradius Braunschweiger Architektinnen und Architekten.

Der cloud club sieht sich als Plattform, um das aus diesem Netz erwachsende Potenzial zu erschließen und zusammenzuführen.


brant

BRANT – BraunschweigerArchitekturNetzwerke – visualisiert das Netzwerk zwischen den Mitgliedern des Studiengangs – den früheren und heutigen.

BRANT – hat seinen Ursprung an der TU Braunschweig im Studiengang Architektur. Dessen Absolventen arbeiten über den ganzen Globus verzweigt an der Weiterentwicklung der Architektur. BRANT – das mal feste, mal lose Netzwerk durch die Braunschweiger Lehre aufgebaut und über das Unileben hinaus Bestand hat.

Internetplattform brant


Wolken

“Wenn man weiter nichts wüsste von einem Land und sähe bloß Bauten wie diese, so müsste man denken: hier hausen freie, ausgeglichene, kühl und klar denkende, unverkrampft lockere, musische, glückliche Menschen. Nun was nicht ist, kann noch werden; was daran fehlt, kann noch kommen. Und wenn es nicht kommen sollte, am Architekten hat es nicht gelegen.”
Der Schriftsteller und Leiter der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel Erhart Kästner über das Audimax der TU Braunschweig von Architekt Friedrich Wilhelm Kraemer.

“Ein lyrischer Akzent als Ausdruck optimistischer Zukunftsperspektive” sollte die Skulptur von Hans Arp aus dem Jahre 1960 sein, welche die Westseite des gerade neu erbauten Audimax der TU Braunschweig ziert. Die Skulptur spiegelte die Aufbruchsstimmung dieser fortschrittseuphorischen Zeit wieder, in denen man versuchte, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und in eine bessere Zukunft aufzubrechen. Das Hauptgebäude der TU war, ebenso wie das angrenzende Wohngebiet, durch den Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Was sich für die betroffenen Anwohner und einen Unibetrieb zuallererst als ein fataler Verlust auswirkte, erwies sich für den Neuanfang der Universität als optimale Ausgangssituation. Auf Professor Friedrich Wilhelm Krämers Einwirken hin entstand unter seiner maßgeblichen Planung gegenüber dem bereits wieder aufgebauten Hauptgebäude ein völlig neuer Forumsplatz. Dieser befreite die Universität aus Ihrer gründerzeitlichen Enge. Ende der fünfziger Jahre wurde das Hauptaugenmerk auf eine funktional organisierte Hochschule gelenkt. Dies drückte sich in der Planung übergeordneter, allgemeiner Hochschuleinrichtungen aus. An einem dieser Gebäude wurde die Skulptur Arps installiert. Die Plastik ist in erster Linie dem Engagement Friedrich Wilhelm Krämers, dem Architekten des Forums zu verdanken. Dieser sah höchstwahrscheinlich auf einer seiner zahlreichen Exkursionen die Arpsche Plastik am von Walter Gropius entworfenem Graduate Centre der Harvard University. Trotz des Verlustes des ursprünglichen Sinngehaltes der Plastik, aufgrund der bautechnisch bedingten Farbumkehrung des Kunstwerkes, von “weißen Wolken über schwarzem Grund” hin zu “schwarzen Wolken über weißem Grund”, hat dieses Werk von seiner Eindruckskraft nichts verloren.

Die Wolken von Hans Arp an der Fassade des Audimax stehen symbolisch als identitätsstiftendes Zeichen für den Architektur Club der TU Braunschweig. Sie sind Namensgeber für den cloud club und signalisieren zugleich den Ursprung und die Weltoffenheit dieses Grenzen und Generationen übergreifenden Netzwerks.

Die historische Aufnahme des Audimax mit den Wolken von Hans Arp stammt vom Fotografen Heinrich Heidersberger. Weitere Informationen: www.heidersberger.de