ARCHITEKTURPOSITIONEN: PHILIPPE VIÉRIN – NOAARCHITECTEN, BRÜSSEL

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Event:
ARCHITEKTURPOSITIONEN: PHILIPPE VIÉRIN – NOAARCHITECTEN, BRÜSSEL
Beginn:
10. Januar 18:30
Ende:
10. Januar 20:00
Updated:
7. Oktober

Das Umspannwerk Petrol in Antwerpen oder das Pflegeheim Kloosterhof Pamele in Oudenaarde sind prägnante Neubauten aus der Hand von noAarchitecten. Seit ihrem ersten vollendeten Projekt aber, dem 2005 fertiggestellten Umbau eines ehemaligen Bankgebäudes für die Rathausverwaltung in Kortrijk haben noAarchitecten eine besondere Qualität entwickelt, bestehende Bausubstanz umzunutzen, behutsam zu erneuern und Alt mit Neu zu verbinden. Zu den zahlreichen, mehrfach ausgezeichneten Revitalisierungsprojekten gehören u.a. der Umbau und die Erweiterung einer Windmühlenanlage aus dem 16. Jahrhundert zu einem Hotel, die Umwidmung eines ehemaligen Gefängnisses für die juristischen Fakultät der Universität Hasselt und der Umbau eines alten Gehöfts in das Nationale Flachsmuseum Texture. Die Beispiele, allesamt in der belgischen Provinz gelegen, manifestieren, was die Architekten äußern: Neben der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und den Vorbildern der skandinavischen Moderne (Aalto, Asplund, Lewerentz, ) nennen sie die (flämische) Bautradition und den kulturellen Kontext Flanderns als wesentliche Referenzquellen: „Uns ist die wichtige Rolle des narrativen Aspekts von Architektur für unsere Arbeit bewusst geworden. Wir glauben, dass (öffentliche) Gebäude durch vertraute Referenzen, greifbare Details und den Rückgriff auf Erinnerungen für viele Menschen auf individuelle Weise erlebbar und zugänglich werden. So formen Mehrdeutigkeit und Assoziationen oft die Basis unseres Schaffensprozesses.“ (in: arch+ 220)

Philippe Viérin studierte Architektur an der Universität Ghent und schloss sein Studium 1992 mit dem Diplom ab. Unmittelbar danach arbeitete er für Stéphane Beel in Brügge und KCAP in Rotterdam, bevor er in das Architekturbüro seines Vaters Viérin Architecten in Brügge einstieg, das er mit ihm gemeinsam bis heute betreibt. 1999 gründete er zusammen mit An Fonteyne und Jitse van den Berg das Büro noAarchitecten, das sie seitdem mit Hauptsitz in Brüssel und einer Zweigstelle in Brügge führen. Sie sind aktuell Gastdozenten an der TU Delft.