Studium

Architekturstudium an der TU Braunschweig

Die Entscheidung für das Architekturstudium an der TU Braunschweig bedeutet die Möglichkeit, an einer renommierten Universität zu lernen, zu experimentieren und sich zu entfalten. Dabei ist Architektur ist nie nur eine Lösung zu einer gestellten Aufgabe, sie besteht immer aus einer Vielfalt von Möglichkeiten.


Lehre

Die gegenwärtige Architektur ist Teil einer Lebensumwelt, deren Parameter sich stetig und mit goßer Dynamik verändern, und die sich nur noch bedingt vorhersehen oder steuern läßt. Dies hat Konsequenzen für die Ausbildung von Architekten.
Die Spannungen einer diffusen Lebenswirklichkeit erzeugen ein energetisches Feld, auf das sich die Studierenden und Lehrenden vorurteilsfrei einlassen müssen, um Modelle zu entwickeln, wie man dem Vielfältigen und Unvorhersehbaren gerecht wird. Wenn sich die Zeitspanne der Gültigkeit beispielhafter Lösungen verringert, dann verändert sich auch die Lehre von einem individuellen Einüben allgemeingültiger Entwurfsprinzipien hin zu einem kollektiven Erforschen spezifischer Strategien.
Die Studierenden arbeiten gemeinsam mit den Lehrenden in einem experimentellen, spekulativen Raum. Hierbei erscheint es wichtiger, die komplexen Phänomene der Gegenwart zu verstehen, als die einfachen Probleme zu lösen. Sinn entsteht nicht mehr als feststehende Entität, sondern findet sich nur noch temporär, in der Bewegung zwischen bestimmten Kontexten. Das Scheitern verliert in diesem Zusammenhang seine negative Bedeutung und wird selbstverständlicher Bestandteil eines Annäherungsprozesses.
Insofern wird sich die Architektur zunehmend mit den prozessualen und inszenatorischen Dimensionen des Entwerfens auseinanderzusetzen haben, von der Simulation jeglicher Form von Verhalten, ob sozial oder physikalisch, bis zur Konzipierung real-virtueller Welten. Hierbei kommt der Erprobung und Erforschung der rechnergestützten Methoden eine besondere Bedeutung zu, da die digitalen Medien geeignet sind, die expotenziell zunehmende Menge an Informationen egalitär zu verarbeiten und zu organisieren.
Traditionell besaß ein Architekturstudium an technischen Hochschulen eine eher technische Ausrichtung. Diese Situation entspricht Ansprüchen und Kritik an Architektur heute nicht mehr. Künstlerische und wissenschaftliche Inhalte und Methoden treten in der Architekturausbildung an der TU Braunschweig deshalb integrativ, nicht additiv auf. Die ganzheitliche Sicht der Lehre zeigt sich auch in der Einbeziehung gesellschaftlicher Fragen, die mit Architektur zu tun haben. So wird es zukünftig verstärkt darum gehen, neben dem architektonischen Entwurf auch die Bedingungen zu untersuchen, unter denen er entsteht. Eine umfassende theoretische und kulturelle Bildung ist hierfür die notwendige Voraussetzung. Sie soll die Studierenden in die Lage versetzen, Strategien finden und umsetzen zu können, die der ökonomischen und gesellschaftlichen Realität unserer Zeit entsprechen, um diese dann aktiv mitzugestalten.


Institute

Architektur verlangt eine Vielzahl von Herangehensweisen. Darauf reagiert die TU Braunschweig mit einem breiten Spektrum an Lehrinhalten. Institute mit einem technischen Schwerpunkt legen besonderen Wert auf Konstruktion und innovative Technik und ergänzen damit jene Fächer, die sich vor allem beim Entwerfen von Hochbauten mit Darstellung und Gestaltung befassen. Im Bereich Städtebau und Landschaftsarchitektur arbeiten drei Institute mit unterschiedlichen Themen und Methoden. Häufig ergeben sich intensive, erfolgreiche Kooperationen mit den Instituten für Architektur- und Stadtbaugeschichte. Diese inhaltliche Zusammenarbeit führt zu interessanten Synergien in Lehre und Forschung.


Der Entwurf

Der Entwurf bildet das zentrale Element und den zugrunde gelegten Vorsatz der Lehre. Das bedeutet, der Entwurf ist nicht nur ein vorzeigbares Ergebnis sondern auch die Verkörperung einer konzeptuellen Absicht, der Gegenstand und Ausgangspunkt einer Analyse. Wir als Architekturschule der TU Braunschweig gehen von Bekanntem aus, um Unbekanntes zu erforschen. Dabei gilt es solchen Ideen, die bestimmte Grundsätze hinterfragen, einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Komplexität und Widerspruch in der Architektur sind selbstverständliche Bestandteile der Lehre und fordern unser Agieren im Zwischenraum von Experiment und konkretem Bauen.


Zeichensäle

Eine besonderes Angebot für Braunschweiger Architekturstudierende sind die Zeichensäle. Jeder Studierende kann sich auf einen der über 300 Zeichensaalplätze bewerben. Diese studentischen Arbeitsräume bestimmen ganz wesentlich die Qualität des Architekturstudiums mit. Die Stärke der Zeichensäle liegt in der gegenseitigen Hilfe und Korrektur der Studierenden bei Entwürfen und Übungen, aber auch im gemeinschaftlichen Miteinander in arbeitsreichen Phasen. Im Idealfall entfaltet sich hier eine kreative Atmosphäre, geprägt durch gegenseitige Hilfe und konstruktive Kritik. Die Anregung und der Austausch von Ideen mit den Kommilitonen ist eine einzigartige Erfahrung im Studium und ergänzt die Lehre von Dozentinnen und Dozenten.


Ausland

Das Department Architektur in Braunschweig bietet nicht zuletzt die Option zwischendurch im Ausland zu studieren. Die Studierenden können von den zahlreichen Verbindungen profitieren, die die Fakultät mit Partneruniversitäten im Ausland pflegt. Der Auslandskoordinator und Studierende mit Auslandserfahrung leisten Hilfestellung bei der Organisation. Verschiedene Institute bieten zudem jedes Jahr interessante ein- bis zweiwöchige Auslandsexkursionen an.


Internationales Modul

Architektur+
Mit dem im Bachelorstudiengang Architektur+ integrierten Internationalen Modul reagiert das Department Architektur auf die Globalisierung des Arbeitsmarktes und die damit verbundenen internationalen und interdisziplinären Anforderungen im Berufsfeld.

Das wahlweise im 5./6. oder 6./7. Semester integrierte Internationale Modul bietet eine hohe Flexibilität, indem es sowohl ein einjähriges Auslandsstudium als auch eine Kombination aus Studium, Praxissemester und/oder Mitarbeit in Forschungs- und Planungsprojekten an den Partnerhochschulen ermöglicht. Die inhaltlichen Schwerpunkte und der strukturelle Ablauf werden nach individuellen Interessen zusammengestellt. Organisatorische Hürden entfallen durch Kooperationsverträge mit renommierten Hochschulen weitestgehend.

Durch das Auslandsjahr erwerben Studierende eine besondere fachliche, interdisziplinäre oder berufsvorbereitende Qualifikation und beginnen frühzeitig mit dem Aufbau eines professionellen internationalen Netzwerkes.


Wettbewerbe

Studienarbeiten sind häufig mit nationalen und internationalen Wettbewerbe verknüpft. Dabei werden die Potenziale der Stadt Braunschweig und ihrer Region genutzt sowie auch die zahlreichen engen, internationalen Beziehungen der Fakultät. Auch die Zusammenarbeit mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft ist wichtiger Bestandteil unserer Projekte.


Gastvorträge

Zusätzlich zu den Angeboten der Lehre gibt es zahlreiche Gastvorträge mit diversen Themen aus Architektur-, Design- und Stadtplanungspraxis. Studierende lernen zeitgenössische Strömungen kennen und werden in aktuelle Diskurse miteinbezogen. Denn das Begreifen der Prozesse und Zusammenhänge, die Architektur heute konstituieren ist eine Voraussetzung für authentisches Gestalten. Architektur als gestaltende Disziplin muss jene Trends entlarven, die das Neuartige als Selbstzweck propagieren. Beständigkeit ist fundamentales Element gebauter Architektur.


Publikationen

Das Department Architektur der TU Braunschweig zeichnet sich durch ein konstant hohes Niveau an Publikationen aus. Architekten profitieren auch vom Wissen und der Erfahrung anderer Disziplinen, wenn sie den wandelnden Ansprüchen der Gegenwart gerecht werden wollen. Diese Ansprüche verlangen vom Studierenden der Architektur eine Entwicklung zur künstlerischen Selbständigkeit.


Architekturschule Braunschweig

Der Entwurf ist eine spannende und komplexe Herausforderung, da die Anforderungen an Architekten immer vielfältiger werden. Seit Generationen bringt die Architekturschule Braunschweig Absolventen/innen hervor, die erfolgreich auf internationalem Parkett tätig sind und die gebaute Umwelt engagiert gestalten. Die Absolventen/innen der aktuellen Jahrgänge sind in dieser Tradition gut vorbereitet auf die Ansprüche der heutigen Architekturpraxis.